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25.05.2016
Simon AZUBIT | Fachinformatiker/in - Systemintegration | Offenburg

Simon says: Was ist eigentlich “Virtualisierung”?


Hallo und schön, dass ihr wieder da seid! Letztes Mal habt ihr schon mal einen allgemeinen Überblick über die Dienstleistungsbereiche eines Systemhauses bekommen, heute werden wir uns dagegen nur mit einem Thema beschäftigen (welches mir übrigens sehr am Herzen liegt), der Virtualisierung!

Man kann in einem Rechenzentrum sehr viele Sachen virtualisieren: Server, Betriebssysteme, Storage, Netzwerke, usw. Ihr benutzt vielleicht sogar schon unbewusst eine Virtualisierung bei euch Zuhause!

Wenn ihr an eurem Computer auf “Dieser PC” klickt und dort zwei oder mehrere verschiedene Festplatten angezeigt bekommt, aber physikalisch nur eine verbaut habt, dann wird eure Festplatte virtuell aufgeteilt und eurem Computer werden mehrere virtuelle Platten präsentiert (in diesem Fall heißen diese virtuellen Platten dann Partitionen).

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Quelle: computerbild.de/Axel Hengstbach

Nach dem selben Prinzip kann ich bei Servern verfahren. Ich gebe dem zu installiernden Betriebssystem nicht den kompletten Server auf einmal, da dieser Server die meiste Zeit eh nur mit 20% Leistung laufen würde, sondern stelle dem OS einen abgeschlossenen Teilbereich des Servers zur Verfügung.

Vorteil: Wir sparen Hardwarekosten, Platz, Strom – und Kühlkosten.

Wenn wir zum Beispiel auf einem Server vier sogenannte „virtuelle Maschinen“ erstellen, können wir viermal ein Betriebssystem installieren und jedes denkt, es hätte einen eigenen physikalischen Server unter sich. Dabei teilen sie sich eigentlich die Ressourcen vom richtigen Server (ich kann natürlich die Eigenschaften der bereitzustellenden virtuellen Hardware wie Anzahl CPU Kerne, RAM Größe, Festplattengröße, usw. beliebig anpassen) und schon haben wir einen Server mit 80% Auslastung anstelle von vier mit jeweils 20%.

Virtualisierung
Quelle: Hirscher Datentechnik

Weiterer Vorteil: Wir können extrem schnell neue Server bereitstellen.

Normalerweise müssen wir einen Server kaufen, aufbauen, das Betriebssystem installieren und einrichten. Jetzt sparen wir uns die ersten beiden Schritte, da eine VM mit wenigen Klicks erstellt ist. Oder wir sparen uns die ganze Arbeit und klonen einfach eine vorhandene VM.

Disk-clone
Quelle: rayheffer.com/Ray Heffer

Nächster Vorteil: Wir sind unabhängig von der verwendeten Host – Hardware.

Ich kann einfach eine virtuelle Maschine auf meinen USB Stick kopieren (dazu reichen eigentlich zwei Dateien, einmal die virtuelle Festplatte und einmal die Konfigurationsdatei), in ein anderes Rechenzentrum tragen und dort wieder starten, unabhängig vom darunter verwendeten Host – Hardware, da die virtuelle Hardware der virtuellen Maschinen egal auf welchem Basissystem immer gleich simuliert wird.


… und zum Schluss: Verfügbarkeit und Skalierbarkeit.

Skalierbarkeit:
Ich kann jederzeit weitere physikalische Server (Hosts) zu meinem großen Ressourcen – Pool hinzufügen und hab wieder neue CPU – Power und mehr RAM. Habt ihr Zuhause schon einmal versucht in euren PC eine zweite CPU einzubauen? Probiert es mal ;)

Verfügbarkeit:
Ich kann virtuelle Maschinen, ohne sie ausschalten zu müssen, zwischen meinen Hosts verschieben. Nehmen wir an, ich habe 10 virtuelle Maschinen und 3 Hosts. Ein Host muss heruntergefahren werden, um Updates durchzuführen oder weil er ersetzt werden muss, dann hätte ich im Normalfall eine Downtime. Hier allerdings werden die auf diesem Host laufenden VMs einfach während dem Betrieb auf die anderen zwei Hosts geschoben und laufen (genug freie Ressourcen vorausgesetzt) weiter, ohne dass ein Anwender davon etwas merkt. Das erleichtert uns und den Systemadministratoren die Verwaltung und Planung solcher Wartungsarbeiten extrem.

Und natürlich haben wir auch eine Ausfallsicherheit, denn sollte ein Host plötzlich komplett wegfallen, werden die VMs auf den anderen noch verfügbaren Servern einfach wieder gestartet.

Das war jetzt alles wirklich sehr vereinfacht erklärt, ich könnte euch noch tagelang weiter belabern. :D Aber an sich schon mal ziemlich heiße Technologie, oder?  Das ist auch der Grund, warum wirklich fast jeder Kunde bei uns eine Virtualisierungslösung einsetzt.

Bei Fragen wie immer fragen, ansonsten macht es gut, bis zum nächsten Mal!

23.05.2016
Vera AZUBIT | Bachelor of Arts - Onlinemedien | Neckarsulm

10 Fakten über meinen Studiengang.


Wenn du Onlinemedien studierst, … 

17.05.2016
Marius AZUBIT | Bachelor of Science - Wirtschaftsinformatik | Rottenburg

Im zweiten Semester angekommen.


Im Theorieteil des zweiten Semesters geht es für mich wieder an die Hochschule. Es erwarteten mich einige neue, aber auch bekannte Vorlesungen.

11.05.2016
Nadine AZUBIT | Bachelor of Science - Wirtschaftsinformatik | Neckarsulm

„Studieren ist eben kein Zuckerschlecken.“ – so war das 4. Theoriesemester.


Seit wenigen Wochen bin ich zurück aus der 4. Theoriephase und arbeite nun bis November im Projekt- und Servicemanagement des Bechtle IT-Systemhauses Neckarsulm.  Von VWL über ABAP/4 Programmierung bis hin zu Operations Research war einiges dabei. Erfahrt mehr dazu in meinem Beitrag:





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