AZUBIT Emily | IT-Systemkaufmann/-frau | Systemhaus Bonn

Tipps & Tricks zum Lernen.

Wer kennt es nicht – die Prüfungstermine stehen seit Wochen, Monaten, gefühlt Jahren fest, anfangen sich mit dem Lernen zu befassen, macht man jedoch erst kurz vor knapp. Man hat ja noch ausreichend Zeit, bis die ersten Klausuren anstehen und ehe man sich versieht, stehen sie dann schon vor der Tür. Doch wieso machen wir es uns jedes Mal so schwer, fangen kurz vor knapp an alles durcheinander zu lernen und effektiv kommt dann nicht wirklich viel dabei raus, außer ein mentaler Break-down?

Ich muss ehrlich sagen, viele Jahre meiner Schulzeit habe ich mir das Leben damit ebenfalls schwer gemacht, es immer auf die leichte Schulter genommen, „man hat ja noch genug Zeit“. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich gesagt habe, so möchte ich nicht mehr lernen. Eventuell sparst du etwas Zeit durch das kurzfristige Lernen, langfristig hast du jedoch nicht viel davon, da das Erlernte genauso schnell, wie du es gepaukt hast, auch wieder in Vergessenheit gerät. Und wenn du die Themen dann für die Abschlussprüfung beispielsweise wieder benötigst und dann erneut lernen musst, geht im Endeffekt genauso viel Zeit drauf

Um dies zu vermeiden habe ich mir gedacht, berichte ich euch doch mal von meinen besten Lerntipps. Los geht’s :)

Punkt 1: Übersicht und Zeitplan erstellen

Zunächst benötigst du eine Übersicht über den Lernstoff. Anhand der Themen wird dann der individuelle Zeitplan erstellt – je nachdem wie lange ihr fürs Lernen braucht. Dabei geht es ganz allein darum, in welcher Zeit ihr was erlernen könnt (der eine investiert drei Wochen jeweils eine Stunde am Tag, der andere lernt lieber drei Stunden innerhalb einer Woche). Da geht es ganz allein um euer persönliches Empfinden, je nachdem was besser zu euch passt.

Tipp Nr. 1:
Schreibt also auf, wie viel Zeit du investieren willst und wie viele Themen du erlernen musst, dadurch ergibt sich dann der Zeitplan. Außerdem hat es mir enorm geholfen sogenannte Leer-Tage in meinen Zeitplan mit einzunehmen. 

Hier ein Beispiel, wie dein Zeitplan aussehen könnte: 


Aber nicht nur die Lerneinheit ist wichtig, sondern auch: 

Punkt 2: Pausen einlegen

Studien zufolge sollte man ab einer Lernsession von zwei Stunden eine kurze Kaffee-Pause von 15 – 20 Minuten, nach vier Stunden dann eine Erholungspause von 1 – 2 Stunden einlegen. Pausen sind auch Arbeitszeit, denn um effizient zu arbeiten benötigt der Körper Ruhezeiten. Das Gefühl kennt bestimmt der ein oder andere von euch: Irgendwann braucht der Kopf einfach eine Pause, um Neues aufzunehmen. Gerade körperliche Bewegungen können in diesen Pausen das Gehirn wieder zum Denken anregen. Kleine 10-minütige Home Workouts währenddessen man seinen Lieblingssong rauf und runter hört, können sehr gut sein und helfen dabei abzuschalten. Deswegen empfehle ich, nach jedem abgeschlossen gelernten Thema eine 5-10-minütige Pause einzulegen, um Gelerntes erst einmal sacken zu lassen. 

Punkt 3: Motivation fördern

Ein ganz großes Problem bei wir war mich fürs Lernen zu motivieren. 100.000 Dinge, die viel schöner sind: Serien auf Netflix schauen, mit Freunden ins Schwimmbad zu gehen, … Das mache ich immer noch gern keine Frage. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich mich durch ein paar Tricks doch motivieren kann.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt wie? Ganz einfach, und zwar dank meinem Mathelehrer. Ich war nie supergut, aber auch nie sonderlich schlecht in Mathe. Aber ich wollte unbedingt besser werden. Dann hat mir mein Lehrer folgenden Rat gegeben: „Im Unterricht aufpassen ist die halbe Miete, außerdem muss man sich nur ungefähr drei Mal in einer Schulstunde melden, um seine Noten enorm zu verbessern“. Gesagt getan 😊

Tipp Nr. 2: Im Unterricht mitarbeiten und freie Tage haben

Ich meldete mich jede Unterrichtsstunde mindestens drei Mal, auch wenn ich mir nicht immer zu 100 % sicher war, was nun die richtige Antwort war. Schnell merkte ich einen Unterschied. Erstens musste ich viel weniger lernen, da ich das meiste schon durch den Unterricht mehrmals wiederholt hatte und außerdem stieg auch meine Motivation, noch etwas besser zu werden. Das zahlte sich auch in meinem Lernverhalten aus – ab dem Zeitpunkt machte mir das Lernen Spaß. Natürlich ist das nur meine persönliche Motivation, doch probiert es mal aus, vielleicht hilft es ja auch, eure verlorene Motivation wiederzufinden. 

Punkt 4: Umfeld beim Lernen

Doch jetzt mehr dazu, wie ich eigentlich lerne. Für den einen mag es eine Horrorvorstellung sein, ist aber extrem hilfreich. Und zwar einfach mal das Handy weglegen, in den Flugmodus stellen oder einfach ganz ausschalten. Das Entzugsgefühl vergeht Schneller, als man denkt, glaubt mir :D. Einer meiner größten Begleiter in Klausuren Phasen sind immer ein Stapel Karteikarten. Zuallererst fasse ich alle Themen am Computer zusammen, ich suche mir die Themenüberschriften raus und schreibe erst mal auf, was ich zu allem weiß. Im nächsten Schritt ergänze ich mit meinen Unterrichtsunterlagen. Und dann schreibe ich alles auf DIN-A4-Blätter ab. Als letzten Schritt verfasse ich alles kurz und knapp, auf das Wichtigste runtergebrochen auf meine DIN A5 Karteikarten. Wiederholungen sind das A und O und goldwert beim Lernen, denn nur so verinnerlicht man Themen und kann sich besser an diese erinnern.

Tipp Nr. 3: Wiederholen und Abfragen lassen

Ideal ist es mindestens drei Tage vor einer Klausur mit allen Themen durch zu sein, um alles grob wiederholen zu können. Wer nicht so gerne schreibt, kann auch Sprachnachrichten verfassen und immer wieder anhören z. B. beim Busfahren, Kochen oder Putzen. Und wenn’s dann ans Eingemachte geht und ihr euch relativ sicher fühlt, fangt an euch von Freunden, Kollegen, Mitschülern, Geschwistern oder anderen Personen laut abfragen zu lassen. Das Erlernte aufschreiben zu können, ist zwar schon sehr gut, jedoch verfällt man dabei schnell in das Auswendiglernen und nicht in das Verstehen von komplexeren Themen. Da das jedoch meist einfacher gesagt als getan ist, empfehle ich euch für schwer einzuprägenden Lernstoff, Eselsbrücken zu bauen. Diese können ganz frei gewählt sein und müssen auch nicht immer Sinn ergeben, es geht nur darum, dass ihr es euch merken könnt.

 

Als letzten und wichtigsten Tipp: Sorgt für eine entspannte Atmosphäre während des Lernprozesses und konzentriert euch nur auf das Lernen.

 So, das war es erst mal rund um meine Lerntipps. Falls ihr noch Fragen zu meinen Tipps habt oder auch noch weitere Möglichkeiten anwendet, die euch weiterhelfen, schreibt es gerne in die Kommentare.

Bis zum nächsten Blog Post,

AZUBIT Emily

1 Kommentar

Hi Emily! Danke für den hilfreichen Beitrag. Ich freu mich schon, deine Tips für meine kommende Ausbildung anzuwenden :-)

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