AZUBIT Nadine | Bachelor of Science - Wirtschaftsinformatik | Neckarsulm

Hach, wie doch die Zeit vergeht …

Fast 35 Monate Studium sind nun vergangen. Im Nachhinein betrachtet, ging das ganz schön schnell. Und was ich in meiner tatsächlich allerletzten Theoriephase erlebt habe, seht ihr jetzt:

Knappe 4 Monate Theorie durfte ich nun als „krönenden Abschluss“ hinter mich bringen. In diesem Semester erwarteten mich Themen wie IT-Geschäftsprozessmanagement, Handelsprozesse, Management sowie verschiedene Projekte. Zudem besuchten wir WI-Studenten eine ITIL-Vorlesung, zu der wir passend auch die ITIL-Zertifizierung machen durften. In diesem Zuge ließen sich fast alle Studierenden unseres Jahrgangs, auch ich, direkt nach der Vorlesungswoche darin zertifizieren.

Weitere Themen in diesem Semester waren folgende:

In diesem (Teil-)Modul drehte sich erneut alles rund um den Handel. Klar, wir hatten bereits Grundlagen innerhalb des Studiums geschaffen. Doch diesmal lag der Fokus verstärkt auf den Themen mehrstufiger Vertrieb, E-Commerce und Multi Channel. Aus Sicht der Studierenden kamen leider wirkliche „Prozesse“ zu kurz. Dennoch war es ganz spannend zu hören, wie verschiedene Handelsunternehmen wie Würth, SportScheck, Engelhorn etc. am Markt agieren und allgemein auftreten. Wir hielten zudem verschiedene Vorträge, welche in die Note der Abschlussklausur einflossen. Meine Gruppe hielt beispielsweise einen Vortrag über SportScheck. Der Fokus lag hierbei auf dem Omni Channel Kanal des Unternehmens. Die Klausur des Moduls hatte eine Dauer von gerade einmal 40 Minuten, das war ganz schön sportlich. Denn im Handel kann man einiges erzählen.

Hier lernten wir genau das, was die Überschrift bereits aussagt: Wie führen wir richtig? Was macht einen guten Chef, Abteilungsleiter, eine Autoritätsperson, usw. tatsächlich aus? Und vor allem: Wie geht man angemessen mit Mitarbeitern um? Ich persönlich empfand das Ganze als sehr interessant, da wir zusätzlich auch psychologische Themen betrachtet haben. Es war eine bunte Mischung aus „Verhalten gegenüber Mitarbeitern“, „Verhalten im Arbeitsalltag“, „Verhalten in Mitarbeitergesprächen“ und „Verhalten in Krisensituationen“. Auch ganz spannend waren die Themen Führungsstil, Temperament und Konfliktlösung. Und eines kann ich euch mit auf den Weg geben: Temperamente entschuldigen kein Fehlverhalten ;) Die Klausur dieses (Teil-)Moduls wird gemeinsam mit einer weiteren Klausur zusammengerechnet: Unternehmensführung und Controlling.

Dieses (Teil-)Modul wird normalerweise bereits im 5. Semester behandelt. In unserem Fall fand ein Splitting statt, sodass wir sowohl im 5. als auch im 6. Semester die Themen der Unternehmensführung behandeln durften. Hierbei ging es vor allem um eins: Die strategische Analyse eines Unternehmens, zu der die Umwelt- und Unternehmensanalyse zählen. An dieser Stelle betrachteten wir die Sichtweise eines Unternehmens auf die Konkurrenz, auf den Markt allgemein, auf politische Themen etc. und wir gingen darauf ein, wie Unternehmen sich mit ihren stärksten Mitbewerbern vergleichen, um eigene Stärken und Schwächen abwägen zu können. Wir bearbeiteten zudem Unternehmensvisionen, -strategien und allgemeine Themen rund um die Unternehmensführung. Gemeinsam mit der Mitarbeiterführung ergibt sich hier das Modul „Management“.

Das war eine ganz spannende, neue Sache. Hier lernten wir alles rund um IT-Geschäftsprozesse und vor allem über ARIS. Vielleicht ist einigen Informatik affinen das ARIS Haus bereits bekannt. Wir lernten dieses genauer kennen und im Zuge dessen auch die Modellierung verschiedener Prozesse durch ARIS. Doch die Krönung bot uns die Abschlussprüfung. Hierbei ging es um mehr als die Prozessmodellierung. Wir wurden in verschiedene Gruppen (durch Zufallsprinzip) eingeteilt, mit 4 bis 5 Personen, um an einem bestimmten Prüfungstag gemeinsam eine Klausur zu bearbeiten. Das Ganze sah so aus, dass wir um 8 Uhr morgens die Klausur erhielten, jede der Gruppen in einen eigenen Raum ging und wir schließlich 4 Stunden Zeit hatten, die uns gestellten Aufgaben zu bearbeiten. Nach dieser Zeit mussten wir eine fertige Präsentation abgeben, die am Nachmittag dem Dozenten vorgestellt wurde. Wir mussten davon ausgehen, dass wir in einer Art Rollenspiel handeln: Wir, als Projektteam, sollten vor einer Geschäftsführung, dem Dozenten, realitätsnah unsere Ergebnisse vorstellen und dabei beachten, dass diese auch sehr stark kritisiert werden können, dass es zu Unterbrechungen und „gemeinen“ Zwischenfragen kommen kann. Dadurch war nicht nur die Klausur selbst eine große Aufgabe, sondern auch das „Bestehen“ vor einer knallharten Geschäftsführung. Denn der Dozent beachtete auch unsere Spontanität, unsere Schlagfertigkeit und allgemein das Auftreten. Das war ihm in diesem Fall fast sogar wichtiger als die tatsächlichen Ergebnisse.

Das Integrationsseminar war eine Aufgabe über die gesamte Theoriephase hinweg. Zu Beginn dieser Phase erhielten alle Studierenden eine Liste sämtlicher Themen. Eingeteilt in Gruppen wählten wir ein Thema aus und bearbeiteten dieses bis zum Ende der Theoriephase. Manche Gruppen hatten die Aufgabe, das entsprechende Thema in Form einer schriftlichen Arbeit zu bearbeiten, andere wiederum, in diesem Fall auch meine Gruppe, gaben ihre Ergebnisse in Form einer PowerPoint Präsentation ab, da unser betreuender Dozent fertige Präsentationen erwartete, die er für eigene Vorlesungen verwenden kann. Das klingt zwar leicht, war aber dennoch eine knifflige Sache, da wir überlegen mussten, welche Informationen ein Dozent nun auf seinen vorlesungsrelevanten Folien erwartete und welche nicht. Unser Thema, welches meine Gruppe bearbeitete, war übrigens: „Enterprise Integration Patterns“. Das mag vielen von euch nun leider nichts sagen, daher hier eine kurze Erklärung:

Enterprise Integration Patterns bilden eine Art Katalog von Designmustern („Patterns“) zur Systementwicklung und Integration von neuer und bestehender Software in die entsprechenden Geschäftsprozesse.

Es existieren sehr viele dieser Patterns, über 60 Stück. Wir haben beispielhaft, zum Wohle der Studierenden, die diese Präsentation in  Zukunft gezeigt bekommen, 6 Stück bearbeitet und dargestellt.

Das waren die großen Themen des letzten Semesters. Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Überblick bieten und evtl. euer Interesse wecken. Für mich geht es nun in die letzten Züge des Studiums: Ich schreibe meine Bachelorarbeit und habe für diese Zeit bis zum 29.09.2017.

Drückt mir die Daumen, dass alles gut laufen wird!

Bis bald!

Nadine

 

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