AZUBIT Leo | IT-Systemkaufmann/-frau | Bielefeld

Interner Englisch Unterricht. Vokabeln pauken oder doch etwas anderes?

Dass die englische Sprache gerade im IT Bereich, aber auch im Generellen, immer wichtiger wird, dürfte keinen von euch überraschen. Aber Schulenglisch zu lernen und die Sprache dann in der Realität wirklich anzuwenden sind zwei völlig verschiedene Sachen.

Heute berichte ich euch sowohl von meiner bisherigen Erfahrung mit der englischen Sprache im Berufsalltag, als auch von unserem internen Unterricht.

Wenn ihr an den Englisch Unterricht in der Schule denkt, werden sich die meisten an verschiedene Grammatikformen, Analysen und ewiges Vokabellernen erinnern. Und auch wenn das Beherrschen der Grundbegriffe und Formen bestimmt wichtig ist, so schoss mein Unterricht doch weit darüber hinaus. Wir lernten Wörter und Formen ohne diese direkt anwenden zu können. Wenn mich heute jemand nach Past Perfect Progressive fragt und verlangt, dass ich einen Satz bilde, würde ich kläglich scheitern. Nicht, weil ich es nicht beherrsche, sondern weil ich mich intuitiv darauf einstelle. Doch jeder lernt anders.

Das IT-Systemhaus Bielefeld, in dem ich meine Ausbildung mache, bietet jede Woche Englisch Unterricht an und seitdem ich diesen besuche, wurden mir die Augen geöffnet, wie Unterricht wirklich aussehen kann. Statt dem Vokabelpauken lernen wir, mit unserem vorhandenen Wortschatz ein flüssiges Gespräch führen zu können und stetig unseren Wortschatz zu erweitern.
Statt Grammatiktabellen auswendig zu lernen, werden wir ermutigt auf unser Bauchgefühl zu hören.

So bestand eine der Übungen daraus einen Vortrag zu halten. Dieser sollte genau zwei Minuten dauern – mit Struktur und über ein bestimmtes Thema, zuerst auf Deutsch und später auf Englisch. Nach ein paar Stunden waren wir soweit, dass der Vortrag auf eine Minute heruntergekürzt wurde. Anstatt eines bekannten Themas bekamen wir  nun einen Zettel, mit einem Wort darauf und mussten direkt anfangen darüber zu referieren. Dies hat uns nicht nur geholfen unbewusst Englisch zu sprechen, da wir uns auf den Vortrag konzentrierten, sondern auch generell das Präsentieren zu üben.

Im Berufsalltag spreche ich einige Male die Woche Englisch. Meist mit Kunden oder Kollegen, für die Englisch auch nicht ihre Muttersprache ist. So entstehen ab und zu abenteuerliche Gespräche, welche aber zu 99% zu einer Lösung, einem Angebot oder einer Bestellung führen. Und nach jedem erfolgreichen Gespräch sinkt die Nervosität, wenn ich das nächste Mal am Telefon höre „English please“.

Viele Grüße,

Leo

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