AZUBIT Sarah | Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel | Bechtle direct

Meine Abschlussprüfung.

Über ein halbes Jahr liegt jetzt zurück, dass ihr von mir gehört habt. Das liegt daran, dass ich die Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau nach zweieinhalb Jahren beendet habe. Was in der ganzen Zeit dazwischen passiert ist, berichte ich euch in folgendem Beitrag.


Wie bereits gesagt, ist mein letzter Blogbeitrag für euch über ein halbes Jahr her, daher denken wir uns jetzt mal ein halbes Jahr zurück:

September und Oktober.

Es ist wichtig, mit dem Lernen frühzeitig anzufangen. Daher begann für mich das Lernen bereits im September.

Lernen ist vor der Abschlussprüfung und generell vor jeder Prüfung und Klausur wichtig. Noch wichtiger ist es aber, richtig zu lernen. Ich habe für euch mal ein paar Lern-Tricks gesammelt, die euch das Lernen erleichtern können.

  1. Aufraffen zum Lernen.
    Manchmal ist es wirklich nicht einfach, sich hinzusetzen und konzentriert zu lernen. Jedoch ist es eine schlechte Idee, das Lernen immer aufzuschieben. Denn je knapper die Zeit bis zur Prüfung wird, desto größer wird auch der Stress. Um den inneren Schweinehund zu überwinden, ist es gut, wenn du dir deine Ziele stets vor Augen hältst.
    In meinem Fall war mein größtes Ziel nicht nur zu bestehen: ich wollte die Abschlussprüfung auch gut bestehen.
  2. Etappenziele setzen.
    Oftmals wirkt dein Ziel weiter entfernt als es eigentlich ist… fast unerreichbar. Deshalb solltest du dir immer machbare Etappenziele setzen. Um dich selbst zu motivieren, kannst du dir auch gerne eine kleine Belohnung ausdenken. Das kann dir helfen wenn dir mal die Lust fehlt.
    Ich habe mich oft mit einem Stück Schokolade selbst belohnt, das schmeckt nicht nur gut sondern fördert auch die Durchblutung des Hirns :-)
  3. Ein Zeitplan hilft.
    Je näher man der Abschlussprüfung kommt, desto weniger Zeit hat man – das spürt man auch beim Lernen. Jeder kennt den Stress: Es gibt viel zu viel Stoff, aber viel zu wenig Zeit. Daher empfehle ich einen Zeitplan zu erstellen. Besonders bei der Abschlussprüfung, die in mehreren Fächern geschrieben wird, kann hier spielerisch leicht Abwechslung in das Lernen gebracht werden. Montag lernte ich BWL, Dienstag Gesamtwirtschaft. Mit einem guten Zeitmanagement kommt der Druck erst gar nicht auf.
    Ich habe mir einen Plan gemacht, welche Themen welches Faches ich an einem Tag lernen möchte. Dazu habe ich mir einfach einen Stundenplan aus dem Internet ausgedruckt und wöchentlich beschriftet.
  4. Die richtige Umgebung.
    Es ist enorm wichtig, in der richtigen Arbeitsumgebung zu lernen. Wer sich wohl fühlt, hat einen freien Kopf fürs Lernen. Im Chaos lernt es sich schlecht – an einem aufgeräumten Tisch gibt es auch keine Dinge, die dich ablenken könnten. Vor dem Lernen suchst du dir alle relevanten Bücher, Hefte und Schreibutensilien zusammen, so dass du das Lernen nicht unterbrechen musst, um was zu suchen. Falls du keinen Platz zum Lernen hast, kannst du auch in die Bücherei zum Lernen gehen. es ist auch wichtig, manchmal durchzulüften, da dein Gehirn ab und an frischen Sauerstoff braucht, um wieder in die Gänge zu kommen.
    So habe ich das auch gemacht. Viele Klassenkameraden haben Lerngemeinschaften gebildet und sich in eine nahegelegenen Bücherei getroffen. Lerngemeinschaften sind übrigens echt toll, da jeder Schüler dem anderen helfen kann.
  5. Wie lernen?
    Es gibt viele Arten, um sich den Lernstoff leichter zu merken. Man muss selbst für sich herausfinden, welche Methode einem mit dem Einprägen am besten gefällt. Ich habe folgende Methoden genutzt:
    – Unterstreichen,
    – Stichpunkte aufschreiben,
    – Karteikarten anlegen.
    Es gibt auch weitere Methoden:
    • Beschreibung einer Textpassage in einem Satz. So minimiert sich der Gesamttext und lässt sich später bequemer nachlesn, während man ihn aber auch verarbeitet
    • Zeichne Schaubilder zu dem was du liest. Wenn irgendwelche Prozesse gegliedert werden, kann man das super aufzeichnen und dir das visuell einprägen.
    • Erzähle jemandem von dem Inhalt des Textes. Freunde und Verwandte helfen dir gerne beim Lernen. Erzähl ihnen doch einfach mal was du alles gelernt hast.

Neben dem Lernen, solltest du dir natürlich auch rechtzeitig Gedanken machen, was du nach der Ausbildung machen möchtest. Damit dein Lebenslauf gut und lückenlos ist, solltest du dir jetzt schon darüber klar werden, wie es weitergeht. Übernimmt dich dein Betrieb oder musst du dich bei anderen Firmen bewerben? Wenn du Tipps brauchst, wie man eine Bewerbung schreibt, dann findest du hier eine Übersicht.

Da Bechtle eine nahezu 100-prozentige Übernahme-Chance gewährleistet und ich während meiner Ausbildung Bereiche gesehen habe, die mir gut gefallen haben, entschied ich mich dazu, bei Bechtle zu bleiben und auch Bechtle gab mir die Chance, mich intern zu bewerben.

November.

Nun war es soweit, die schriftliche Abschlussprüfung stand an. Geprüft wurde in den Fächern Deutsch, Gemeinschaftskunde, Wirtschafts- und Sozialkunde, Steuerung, Kontrolle und Organisation und in Betriebswirtschaftslehre. Verteilt auf drei Tage! 

Prüfungsangst hat fast jeder und auch ich war leicht davon betroffen. Verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass man hier das Gelernte der letzten Jahre wiedergeben muss. Damit du nicht allzu nervös wirst, ist neben dem Lernen das Wichtigste, dass du ausgeschlafen zur Prüfung gehst und rechtzeitig am Prüfungsort ankommst, damit du nicht so gehetzt bist und dich mental darauf einstellen kannst. Während der Prüfung solltest du versuchen Ruhe zu bewahren. Lese die Prüfungsfragen ganz genau und in Ruhe, ruhig auch mehrmals durch, damit du nichts übersiehst. Wenn du Fragen hast oder dir eine Anweisung unklar ist, frag ruhig den Lehrer. Das muss dir nicht peinlich sein. Nimm dir ruhig etwas zu trinken oder einen kleinen Snack mit. Während der Prüfung kannst du dich dann auch wieder belohnen :-)

Dezember.

Nach drei Wochen bekamen wir dann die Ergebnisse der Prüfungen und konnten alle erleichtert in die „Winter-Lernpause“gehen und Weihnachten mit Freunden und Familie genießen.

Januar.

Nach der Pause konnte das Lernen wieder starten, denn nach der schriftlichen folgt natürlich auch die mündliche Prüfung. Diese heißt in der Ausbildung Fallbezogenes Fachgespräch. Im Januar wurden dann veröffentlicht wer, wann seine Fachgespräch abzulegen hat. Hier ist es wichtig, nicht nur die schulische Leistung wiedergeben zu können, sondern auch betriebliche Fragen zu beantworten. Daher ist es meist hilfreich mit Azubis aus deinem Betrieb zu reden, die eine solche Prüfung bereits hinter sich gebracht haben, oder auch mit deinem Ausbilder.

Ganz wichtig: Prüfe dein Berichtsheft! Sind deine Dokumente auf dem aktuellen Stand? Fehlen Berichte?

Dein Berichtsheft ist relevant um zur Prüfung zugelassen zu werden. Ohne Berichtsheft, keine Prüfung!

Februar.

Zur Mitte des Monats hatte ich mein Fachgespräch. Je näher es rückte, desto aufgeregter wurde ich. Aber keine Angst – die Prüfer möchten rausfinden, was du weißt und nicht, was du nicht weißt. Das Gespräch (für den Ausbildungsberuf Kauffrau im Groß- und Außenhandel) verläuft so, dass du dich zuerst vorstellst und ggf. auch kurz aus welchem Betrieb du kommst und was du da machst. Dann bekommst du zwei Blätter vorgelegt, auf denen jeweils eine Aufgabe, mit Teilaufgaben gestellt werden. Nachdem du beide sorgfältig gelesen hast, darfst du entscheiden, welche Aufgabe du bearbeiten möchtest. Ab dem Zeitpunkt hast du dafür 10-15 Minuten Zeit. In dieser Zeit schauen sich die Prüfer dein Berichtsheft an. 

Bist du fertig, so fängst du an deine Aufgabe zu präsentieren – natürlich mit deinen Lösungen. Während der Präsentation deiner Antworten werden dir die Prüfer diesbezüglich Fragen stellen. So entsteht dann das Fachgespräch. Hast du deine Aufgabe fertig erklärt, werden dir auch noch Fragen über das gewählte Thema hinaus gestellt. Diese können deinen Betrieb, deinen Beruf, dein schulisches Wissen oder dein Berichtsheft betreffen.
Irgendwann, nach ca. 30 Minuten, bitten dich die Prüfer einen Moment vor der Tür zu warten, um zu besprechen, welche Punktzahl du erhältst. Nach einigen Minuten bitten Sie dich herein und überreichen dir ein Dokument, auf dem zu sehen ist, ob du bestanden hast oder nicht.

Nach einigen Wochen, erhältst du dann die Info von der IHK, mit welcher Punktzahl du deine Prüfung absolviert hast. Hier erhältst du dann eine Mappe mit der Aufstellung aller Punktzahlen, mündlich wie schriftlich.

Die Zeit danach.

Seither arbeite ich nun also, nach absolvierter Ausbildung, als staatlich anerkannte Kauffrau im Groß- und Außenhandel bei Bechtle.

Was jetzt zu meinen Aufgaben gehört, erfährst du im nächsten Blogbeitrag.

Bis dahin, liebe Grüße
Sarah

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