AZUBIT Marco | Fachinformatiker/in - Anwendungsentwicklung | Neckarsulm

Programmieren? Nein, danke…

Erst kürzlich wurde ich wieder gefragt wie ich zur Anwendungsentwicklung gekommen bin und ob es schwer sei das zu erlernen. Angesichts dieser häufiger auftretenden Frage möchte ich euch heute einen Einblick in meinen Werdegang gewähren.

Angefangen hat alles während der mittleren Reife. Sollte ich danach arbeiten gehen oder weiterhin die Schule besuchen? Ich entschied mich für die Schule. Wie einige andere Schüler meiner Klasse hatte ich eine Affinität zum Computer. Die Wahl war schnell getroffen und so besuchte ich fortan ein technisches Gymnasium mit dem Profilfach Informatik.

Anfänglich fiel mir die Anwendungsentwicklung noch schwer wohingegen Fächer, welche sich mit der Basis der Informatik befassten, ein Kinderspiel waren. Bereits nach einem Jahr änderte sich das: Die Entwicklung wurde zum Kinderspiel und bei der Steuerung urzeitlicher Mikro-Controller hatte ich keinen Durchblick mehr. Glücklicherweise benötigte ich das seitdem nicht mehr. In Sachen Anwendungsentwicklung wurde uns damals alles ausführlich und verständlich anhand von Beispielen aus dem täglichen Leben erklärt, sodass selbst Schüler mit wenigen Vorkenntnissen den Durchblick behielten.

Während meiner erfolgreichen Abiturprüfung entschied ich mich für ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik. Hier ging alles wieder von vorne los. Das bereits Gelernte durfte ich mir noch einmal anhören, jedoch besser und vertiefter erklärt, sodass ich noch einiges lernen konnte. Im zweiten Semester gab es dann neuen Stoff, welchen der damalige Dozenten verständlich erklärte hat. Viele Studierende im Kurs hatten zuvor wenig bis gar nichts in diese Richtung gemacht. Sie konnten der Vorlesung mit entsprechenden Lernbemühungen allerdings gut folgen.

Das Studium brach ich mangels Leistung in anderen Fächern nach einem Jahr ab und begann meine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung. Nach den ersten Unterrichtsstunden war auch hier klar: Alles von vorne. Schlussendlich kann ich also sagen dass alle drei Bildungswege auch für Interessierte ohne viele Vorkenntnisse sehr geeignet sind. Es wird alles ausführlich und verständlich erklärt sodass man schnell die Zusammenhänge versteht und neuen Stoff rasch verinnerlichen kann.

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen die Zweifel aufgrund mangelnder Vorkenntnisse nehmen und das Interesse für diese Ausbildung wecken.

Gruß, Marco.

1 Kommentar

Ich steh jetzt kurz vor der Mittleren Reife und werde danach aufs TG mit Profilfach Informatik gehen. Nach dem ich diesen Artikel gelesen habe, denke ich eine Ausbildung wäre wohl das richtige für mich. Programmieren ist schon lange eines meiner größten Hobbys, das geht schon etwas über ein Hello-World-Programm hinaus, das ist wirklich etwas, von dem ich mir vorstellen könnte, es als Beruf auszuüben.

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