AZUBIT Sarah | Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel | Neckarsulm

Süßes für einen guten Zweck

Bei uns summt und brummt es wie verrückt!

Wir waren dabei als Markus Zettl und sein Sohn den letzten Honig für dieses Jahr ernteten, seht selbst!

Wie Markus Zettl zu seinem spannenden Hobby kam und vieles mehr, erfahrt Ihr hier im Interview.

Wie kamen Sie zu gerade diesem Hobby?

Nun, hier kam ich im Alter von 6 Jahren über meinen Vater dazu, der selbst Bienen hatte. Das sind mittlerweile schon 40 Jahre, denn dieses Jahr werde ich 46.

Wie viele Bienen sind es ca. mittlerweile am Bechtle Platz 1?

Das kommt ganz auf die Jahreszeit an. In den Sommermonaten sind es in Summe von diesen 3 Stöcken ca. 90.000-120.000 Bienen, während es in den Wintermonaten so zwischen 15.000-30.000 Bienen sind. Was auch ganz interessant ist: Eine Sommerbiene wird je nach Arbeitsintensität 2-6 Wochen alt und eine Winterbiene 6 Monate alt.

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Wie funktioniert das mit der Nachzucht der Jungvölker?

Hier gibt es auch einige Möglichkeiten. Was eine ganz simple und einfache Vermehrung wäre ist, wenn man im Mai drei voll besetzte Waben mit Bienen, junger Brut und genügend Futter separat in eine leere Kiste hängt und diese sich den ersten Wochen selbst überlässt. Diese Bienen würden sich aus der jungen Brut selbst eine Königin ziehen und wären dann in der Lage zu überleben. Natürlich mache ich das etwas aufwendiger, da für mich einige Faktoren ausschlaggebend sind, wie Sanftmut, Stärke, Honigmenge usw.

Wieso tragen Sie keine Schutzkleidung?

Das hat mehrere Grüne. Man schwitzt doch sehr stark darunter und das Sehvermögen ist eingeschränkt, somit ist es viel angenehmer ohne Schutzanzug zuarbeiten. Mein einziger Schutz ist lediglich eine Kopfbedeckung, damit sich angriffslustige Bienen nicht in den Haaren verfangen. Dann kommt noch dazu, dass die Bienen viel friedfertiger sind als wie noch vor 30 Jahren. Auch was ein Stich selbst angeht, so hat sich mein Körper über all die Jahre auf gewisse Art und Weise an das Bienengift gewöhnt, sodass kaum Schwellungen auftreten.

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Wie wirkt sich die Arbeit der Bienen auf unsere Umwelt (Nachhaltigkeit) aus?

Ganz einfach: Der wichtigste Beitrag der Biene in der Natur ist ihre Bestäubung. Dadurch erhält sie die Natur, in der wir uns aufhalten bzw. unmittelbar darin leben, intakt. Fehlen die Bienen in einigen Gebieten, so gehen hier auf kurz oder lang weniger Pflanzen hervor und unsere Kultur wäre um einiges ärmer. Ich meine auch, dass wir bis zu 80% mehr Obst und Gemüse dank den Bienen haben. Natürlich haben wir somit auch einen größeren Artenreichtum an Pflanzen. So sollten die hiesigen Anwohner, denen unsere Natur vor der Haustüre wichtig ist, auch nur Honig von Ortsansässigen Imkern kaufen, da deren Bienen hierfür zuständig sind.

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Was passiert zwischen Ernte und Verkauf?

Nicht mehr sehr viel, da der Honig ja schon ein fertiges Produkt darstellt. So wird der Honig aus den Waben geschleudert, gesiebt, einige Tage stehen gelassen und dann in Gläser abgefüllt. Dann noch das Glas etikettieren und fertig.

Für welchen Zweck wird der Erlös des Verkaufs gespendet?

Wir (meine Familie) werden von jedem abgefüllten Glas jeweils 50 Cent an die Susanne Finkbein Schule (im letzten Jahr von der Aufbaugilde/HN gegründete Schule) zukommen lassen. Und es freut uns ungemein, dass so 250 € zusammen kamen.

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Bechtle spendete in diesem Jahr den Erlös des Honigverkaufes an die Seelsorgeeinrichtung Aglasterhausen-Neunkirchen, die sich um sozial benachteiligte Kinder kümmern.

Unser Honigverkauf am 21.09 war mit 450 verkauften Gläsern ein voller Erfolg!

Bis bald!

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