AZUBIT Nadine | Bachelor of Science - Wirtschaftsinformatik | Neckarsulm

Was macht man in.. Recht?

Heute kläre ich euch über das Modul Recht auf, welches ich im ersten und zweiten Semester hatte.

Wahrscheinlich denken sich viele, was genau Recht mit der Wirtschaftsinformatik zu tun hat. Aufgespalten wurde das Modul in die zwei Bereiche „Handels- und Gesellschaftsrecht“ und „Vertragliche Grundlagen und Schuldrecht“. Auf den ersten Blick fragte ich mich auch, was ich damit genau anfangen soll. Da sich aber jeder der Studierenden in einem Industrie- oder Handelsunternehmen befindet, sind rechtliche Grundlagen durchaus von großem Vorteil.

Nach den ersten Basics wie zum Beispiel was genau eigentlich Recht ist und wie die deutsche Rechtsprechung überhaupt organisiert ist, ging es dann richtig los: Mit Beispielen wie „Der verstorbene Millionär M hinterlässt ein Testament, nachdem jeweils ¼ des Nachlasses erben sollen: sein treuer Butler James, sein Hund Waldi, die Armen und schließlich der Heimatverein. Wer ist Erbe geworden?“ starteten wir in die ersten themen- und fallbezogenen Vorlesungen. Anhand solcher Fälle konnten wir uns gut vor Augen führen, um was es sich handelt. So hatten wir nicht nur reine Theoriesätze in denen es hieß „Ein Fall XY ist in §21 BGB.“ o.ä. festgehalten.

Die Themen waren breit gefächert. Von den Rechtsgeschäften ging es über zu Anfechtungen, Schenkungen, Dienstleistungsverträge oder auch in das Deliktsrecht. Auch Definitionen durften nicht fehlen: so konnten wir am Ende des zweiten Semesters genauestens unterscheiden was Eigentum, Besitz oder eine Willenserklärung ist.

Neben dem Bürgerlichen Gesetzbuch, welches zu ca. 95% während des gesamten Moduls verwendet wurde, durften wir natürlich auch das Handelsgesetzbuch begutachten. Hierbei wurde uns der Kaufmannsbegriff näher dargestellt und erklärt, welche Unternehmensformen überhaupt auftreten können,
so zum Beispiel die GmbH, AG oder OHG.

Recht
Teile aus dem mitgeschriebenen Skript

Eine gute Idee war es, das in mehreren Vorlesungen auch mehrere Studierende kleine Vorträge halten konnten. So haben sich einzelne Kommilitonen über verschiedene Themenbereiche informiert und es vor dem Kurs vorgestellt.
Das Nützliche daran war, dass man in Lerngruppen somit verschiedene Ansprechpartner für ein bestimmtes Thema hatte, die bei einzelnen Fragen weiterhelfen konnten. Hier seht ihr einen kleinen Teil aus meiner Präsentation über den Kaufmannsbegriff:

Recht2

 

Alles in allem kann ich sagen, dass dieses Modul durchaus machbar war.

Zwar ist die juristische Welt der Paragraphen nicht jedermanns Sache, aber es ist definitiv zumutbar – trotz manchmal schwerer Gesetzestexte.

Sollte es noch offene Fragen zum Studium oder zu diesem Modul geben, dann habt keine Angst davor mich anzuschreiben.

Grüße
Nadine

2 Kommentare

Hallo Stefan,
das freut mich sehr, dass du meine Beiträge schon etwas länger verfolgst.
Ich versuche mein Bestes, um einen guten Überblick zu geben und finde das dann super, wenn das Ganze weiterhilft.
Mit dem betriebswirtschaftlichen Teil hast du Recht, die Wirtschaftsinformatik besteht schließlich nicht nur aus (informations)technischen Aspekten – die BWL spielt eine sehr wichtige Rolle.

Zu deiner Frage: Ich studiere an der DHBW in Mosbach.

Viele Grüße und weiterhin viel Spaß beim Verfolgen der AZUBIT-Beiträge!
Nadine

Hallo Nadine,

ich verfolge deine Blog-Einträge schon etwas länger und finde es echt toll, dass du angehenden dualen Studierenden einen Einblick in die zu erwartenden Studiumsinhalte bietest. Gerade im Bereich Wirtschaftsinformatik sollte man den Anteil der betriebswirtschaftlichen Inhalte nicht unterschätzen.

An welcher Hochschule studierst du eigentlich genau?

Viele Grüße!
Stefan

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